Reinigungskraft steuerlich absetzen – Haushaltsnahe Dienstleistung

Reinigungskraft steuerlich absetzen

Foto: derateru / pixelio.de

Oft stellt man sich die Frage, wenn es darum geht, wie man beim Finanzamt die Reinigungskraft steuerlich absetzen kann. Auf welche Dinge sollte ich besonders achten? Was sind eigentlich haushatsnahe Dienstleisungen und gibt es einen Unterschied, wenn meine Reinigungskraft auf Minijob Basis angemeldet ist?

Damit Sie weiterhin keine offenen Fragen haben, wenn es darum geht die eigene Reinigungskraft steuerlich absetzen zu können, haben wir für Sie die gesetzlichen Rahmenbedingungen ausführlich erklärt.

                                                                                                                                                                                     In der Steuererklärung die Reinigungskraft steuerlich absetzen.

Alljährlich steht sie wieder an: die Steuererklärung für Arbeitnehmer. Neben Werbungskosten im Rahmen der beruflichen Tätigkeit, der Pendlerpauschale, den Aufwendungen für verschiedene Versicherungen und vielen anderen Posten lassen sich auch haushaltsnahe Dienstleistungen wie etwa eine Reinigungskraft steuerlich absetzen.


Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen?

Bei der Arbeitnehmer Steuererklärung wird die Beschäftigung einer Reinigungskraft, eines Kindermädchens aber auch von Pflegepersonal und Gartenbaubetrieben oder Fensterreinigern als steuerlich absetzbar anerkannt. Allerdings geht es etwa bei Gartenarbeiten um Tätigkeiten wie Rasenmähen oder Heckenschneiden. Das Aufstellen eines Sandkastens kann dagegen nicht geltend gemacht werden. Entscheidendes Kriterium für die Anerkennung durch das Finanzamt ist, dass die Tätigkeit nicht etwas Neues schafft, sondern zum Funktionieren des bestehenden Haushalts beiträgt wie etwa Bügeln und Waschen. Hierunter fallen bei der Steuererklärung Arbeitnehmer auch Dienstleistungen von Handwerkern, sofern es sich um Reparaturleistungen handelt. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man Eigentümer oder Mieter eines Hauses oder einer Wohnung ist. Dienstleistungen, die jeder in Anspruch nehmen muss wie etwa die Müllabfuhr wirken sich dagegen nicht steuersparend aus.

Was muss ich beachten, wenn ich die Reinigungskraft steuerlich absetzen möchte

Bei einer Reinigungskraft kommt es hinsichtlich der Absetzbarkeit von Einkommensteuer entscheidend auf die Art des Beschäftigungsverhältnisses an. Im Rahmen eines Minijobs, also bei Einkünften bis 450 Euro pro Monat, wird auf Auftragsgeberseite ein zwanzigprozentiger Abzug von der tariflichen Einkommenssteuer vorgenommen. Höchstens können hier 510 Euro in Ansatz gebracht werden. Dieser Betrag erhöht sich auf bis zu 4.000 Euro, wenn es sich nicht um einen Minijob handelt. Für Handwerkerleistungen beträgt die Höchstgrenze für die Steuererklärung Arbeitnehmer hier 1.200 Euro. Während die abzugsfähigen Höchstgrenzen für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und für Handwerkerdienstleistungen ineinander aufgehen, besteht die Abzugsmöglichkeit für Haushaltshilfen im Rahmen eines Minijobs hiervon unabhängig. Insgesamt können deshalb für haushaltsnahe Dienstleistungen 4.510 Euro im Rahmen der Steuererklärung Arbeitnehmer in Ansatz gebracht werden.


Es darf keine Barzahlung erfolgen

Eine wichtige gesetzliche Voraussetzung der Abzugsfähigkeit von haushaltsnahen Aufwendungen wie einer Reinigungskraft ist, dass die Bezahlung per Überweisung auf ein Bankkonto des Auftragnehmers erfolgt und in dieser Form gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen werden kann. Eine Barzahlung wird dagegen nicht anerkannt. Dies gilt auch dann, wenn sich der Auftraggeber eine Rechnung sowie eine genau bezeichnete Quittung geben lässt: es kommt entscheidend auf die Überweisung des Betrages auf ein Bankkonto an. Ein weiterer Fallstrick ist der tatsächliche Bezug zum Haushalt als Wohnstatt des Auftraggebers. Dieser Wohnsitz muss sich in Deutschland befinden und die Dienstleistung dort erfolgen. Wer seine Kleidung in eine Reinigung gibt und dort bügeln lässt, erhält keinen steuerlichen Vorteil. Kommt dagegen eine Hilfskraft zum Bügeln vorbei, ist diese Dienstleistung abzugsfähig. Aufgrund dieser vielen Sonderregelungen macht es Sinn, vor Beschäftigung einer Reinigungskraft die steuerlich günstigste Konstellation mit einem Steuerberater durchzusprechen, damit die beschäftigte Reinigungskraft vom Finanzamt auch tatsächlich als steuermindernd anerkannt wird.


Reinigungskraft steuerlich absetzen

Foto: GG-Berlin / pixelio.de

Fazit: Die Reinigungskraft steuerlich absetzen ist eine tolle Sache, man kann jedes Jahr eine Menge Geld damit sparen und für andere tolle Sachen ausgeben. Oder auch kleine Geschenke für die Reinigungskraft, darüber würde Sie sich doch bestimmt freuen.

Sie möchte unsere Seite teilen?

Comments are closed.