Reinigungskraft ein peinlicher Job?

Reinigungskraft ein peinlicher Job? Immer wieder hört man von der Reinigungskraft oder von den betroffenen Kindern, dass Sie auf der Straße von Fremden oder von ” Bekannten” dumm angeguckt oder teilweise gemobbt werden, nur weil Sie ihre Arbeit bzw. ihre Eltern als Putzfrau tätig sind. Die erniedrigenden Blicke einiger Mitmenschen können für die Betroffenen sehr schmerzhaft sein.

Damit soll nun endlich Schluß sein und die Gesellschaft sollte sich eines besseren belehren lassen. Wir möchten der Gesellschaft hier aufzeichnen, dass der Zusammenhang ” Reinigungskraft ein peinlicher Job ” schwachsinn ist und es keinen akzeptablen Grund gibt, schlecht über die Arbeit der Reinigungskraft zu reden.

Reinigungskräfte verdienen Anerkennung

Immer wieder wird hinter dem Rücken über die Reinigungskräfte geredet. Leider nicht gerade anerkennenswert: Über direkte Beleidigungen – vor allem von Jugendlichen – bis zu den abwertenden Blicken vieler Erwachsener, muss sich eine Reinigungskraft so einiges bieten lassen. Der Job liegt “unter meinem Niveau” hört man aus allen Gesellschaftsschichten. Das sind aber auch genau die Bürger, welche sich als erstes beschweren, wenn ein öffentlicher Platz nicht hygienisch rein und aufgeräumt ist. Aber selber mal eine darum liegende leere Dose in den Müll zu werfen, ist natürlich zu viel verlangt. Der Job der Reinigungskraft ein peinlicher Job? Niemals. Peinlich ist der Teil der Gesellschaft, der keinen Respekt und keine Anerkennung den Menschen gegenüber zeigt, welche Tag für Tag den Dreck und Müll aller Bürger beseitigen.


Reinigungskraft ein peinlicher Job? Kein Beruf der Welt ist ein peinlicher Job

Ob nun Reinigungskraft, Müllmann oder Kanalisationsarbeiter, jeden hat die Achtung der anderen Mitbürger verdient, denn auch die Jobs müssen ausgeübt werden.
Es ist doch in Ordnung, wenn jemand solch einen Beruf nicht ausüben möchte, weil er sich ekelt. Dann ist es aber keineswegs in Ordnung, diese Berufsgruppen zu erniedrigen und nicht zu respektieren. Mal ehrlich: Würden die Putzfrauen ihren Job nicht ausführen, weil es ja ein so “peinlicher Job” ist und blieben stattdessen lieber zu Hause auf dem Sofa, dann würden doch auch alle schimpfen.

Es ist schon längst überfällig, dass sich die Meinung in der Bevölkerung zu dem Thema “Reinigungskraft ist ein peinlicher Job” realistisch anpasst. Die Deutschen sind in vielen Hinsichten sehr penibel und auch eigen. Das sind doch die besten Voraussetzungen, um die Grundeinstellung dieser Angelegenheit langfristig zu ändern. Wer einen eigenen Haushalt führt – was bei den meisten Erwachsenen zutreffen müsste – weiß außerdem, dass das Putzen und Saubermachen einen elementaren, ganz normalen Faktor des alltäglichen Lebens darstellt. Wieso also auch nicht in der Öffentlichkeit?


Fazit: Die Begriffe “Reinigungskraft” und “peinlicher Job” sind komplett konträr zueinander. Sie verbindet absolut nichts. Es liegt doch auf der Hand: Wir brauchen Reinigungskräfte genau so, wie wir Luft zum Atmen brauchen. Niemand möchte in einer verdreckten Welt leben. Der Müll gehört in den Mülleimer und nicht 2 Meter daneben. Das ist peinlich.

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